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Seminar Nutzen und Risiken der Atomenergie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von aotearoa   
24.09.2005

Seminar "Atomenergie: Nutzen und Risiko"

ForschungsreaktorAm 23.9.2005 besuchten Michaela Dürrschmid und Elvira Pöschko das Atominstitut in Wien anlässlich des Seminars "Atomenergie: Nutzen und Risiko" veranstaltet vom Oberösterreichischen Zivilschutzverband. Fotos vom österreichischen Forschungsreaktor haben wir für euch in der Bildergalarie veröffentlicht.

Das Seminar beinhaltete ein Referat durch Herrn Dr. Musilek vom Atominstitut in Wien, einem Atombefürworter und ein Referat durch Herrn Univ. Prof. Dr. Kromp, der als Atomgegner gilt. Weiters wurde der Atomforschungsreaktor am Institut besichtigt.

Univ. Prof. Dr. Kromp referierte über die Risikobereiche in den diversen europäischen Atomkraftwerken. Materialversprödung, insbesondere beim Reaktordruckbehälter ist eine große Gefahr die hauptsächlich französische und russische AKW's betrifft, aber auch das tschechische AKW Temelin. In AKW's, wo Brennstäbe dicht an der Reaktorwand angesiedelt sind, tritt bereits nach 5 Jahren Betriebszeit eine 50 prozentige Materialversprödung ein. Auch wurden die Gefahrenquellen beim deutschen AKW Isar I aufgezeigt, wo es ebenfalls Probleme beim Druckbehälter gibt, problematische Schweißnähte sowie eine Gefährdung durch die großen Wassermengen in der Sicherheitshülle, welche seismisch gesehen sehr bedenklich sind. Weitere Informationen zu den Referaten können bei Interesse über das Kontaktformular angefordert werden.

Die Besichtigung des Reaktors war eine "gruselige" Angelegenheit, die nur schwer in Worte zu fassen ist. Nur soviel: Der Blick auf die Brennstäbe im Wasser ließ uns die Bedrohung durch diese Energie in ihrem ganzen Ausmass erkennen. Die Schilder "Nicht berühren", "Achtung Strahlung", etc. in der Reaktorhalle trugen ebenfalls nicht zur Entspannung bei. Der Staub am Boden, auf den Treppen, Tischen, etc. verkörperte in diesen Momenten eine Bedrohung an sich.

Gewundert haben wir uns auch, dass kein ausreichender Schutz des Gebäudes gewährleistet ist. Es werden keinerlei Kontrollen beim Betreten od. Verlassen des Gebäudes durchgeführt und wir hoffen, dass dies nun künftig bald geändert wird! Michaela, die ihre Handtasche in der Reakorhalle vergessen hatte, konnte ohne weiteres dort alleine nochmals hineinspazieren, um diese wieder zu holen.



Letzte Aktualisierung ( 08.10.2005 )
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